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Alternsorientierte Analyse der Arbeitsunfähigkeit -2

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Erkrankungen nach Altersgruppen und Dauer der Arbeitsunfähigkeit

Quelle: Kaiser, AOK Hessen 2005

 

Wie wird vorgegangen?


Die einfache Fortschreibung der Altersstruktur  wird auf Basis von AOK-Modellrechnungen mit Fortschreibungen der Arbeitsunfähigkeit sowohl nach Dauer (in Tagen) und Häufigkeit (als Anzahl der Fälle) kombiniert. Es entsteht ein Negativ-Szenario: Wie wird sich das Krankheitsgeschehen entwickeln, sofern der Betrieb nicht frühzeitig genug geeignete gesundheitliche Maßnahmen ergreift.

Bei der AOK liegen Erkenntnisse über Zusammenhänge von Alter und Krankenstand vor. Die Häufigkeit, zu erkranken, bleibt beim Älterwerden konstant. Mit dem Alter nehmen aber die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, Erkrankungen der Psyche, des Muskel- und Skelettsystem, des Herz-Kreislaufsystems zu.  Dieser Zusammenhang ist auf keinen Fall zwingend. Einflussfaktoren wie Tätigkeit (Arbeitsanforderungen, Fehlbelastungen) und Betriebsklima (Führungsstil, Kollegialität, Unternehmenskommunikation) sind bekannt und über gezielte Personal- und Gesundheitsmaßnahmen gestaltbar.

Bei der AOK als erfolgreich erwiesen haben sich u. a. Firmenworkshops mit Führungskräften zum alternsgerechten Arbeiten und Führen; Begehungen von Arbeitsplätzen mit Anhörung von älteren ArbeitsplatzinhaberInnen als „ExpertInnen in eigener Sache“; Workshops mit über 50-Jährigen zu Themen wie körperlicher und geistiger Fitness; Arbeitsgestaltung und -motivation; planmäßige Altersmischung in Projektteams mit Austausch von Werten; Kompetenzen und Wissen; betriebliche Unterstützungen beim lebenslangen Lernen Älterer; Mitarbeiterbefragungen; Gesundheitsaktionen; „Arbeitskreise Gesundheit“ oder „Gesundheitszirkel“ unter dem Fokus „Alter und Gesundheit“ mit Darstellung von Alterserfahrung und Alterskompetenz als unverzichtbare betriebliche Stärken. Kontrollen über die eingetretenen Wirkungen erfolgen in regelmäßigen Abständen über Mitarbeiterbefragungen oder  spezielle Review-Workshops.

 

Welcher Aufwand ist erforderlich?


Der ALSTA-Einsatz ist eine kostenpflichtige Dienstleistung. Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist höher als bei der üblichen betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Aufwand rechnet sich aber in längeren Zeiträumen durch Senkung der Krankheitsquote, Einsparung von Krankheitskosten, Erhaltung des Leistungsgrades der Belegschaft und motivationsbedingter Erhöhung der Arbeitsproduktivität.

 

Was ist besonders zu beachten? 

Bei der kombinierten Altersstruktur- und Krankenstandsanalyse sind die Daten anonymisiert. Die Mindestanzahl pro Erhebung und Auswertung umfasst 50 Versicherte.

Vorab sind der Auftrag durch die Geschäftsführung und das Einverständnis des Betriebsrates bzw. Personalrates einzuholen. Eine enge Kooperation mit dem Personalmanagement, mit Fachkräften für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin verstärkt den Erfolg.

Eine Zusammenarbeit mit Externen – den Koordinatoren des AOK Services Gesunde Unternehmen – ist hier unverzichtbar, da nur über die AOK-Datenbestände zu Firmenkunden Auswertungen des Krankenstandes mit Altsstrukturdaten kombiniert werden können.

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Transferhinweise:
Bisheriger und zukünftiger Einsatz bei AOK-Firmenkunden mit über 50 AOK-Versicherten aus dem Industrie- und Dienstleistungsbereich. Je größer das Kollektiv der AOK-Versicherten, desto detailliertere Auswertungen.

Referenzbetriebe:
Pirelli Deutschland GmbH; VAC Vacuumschmelze GmbH & Co. KG

Bezugsquellen:
AOK Die Gesundheitskasse (Hrsg.): Produktionsfaktor Gesundheit. Betriebliche Gesundheitsförderung für ältere Arbeitnehmer. 6 Praxisbeispiele zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, Bonn 2006 – als Printmedium oder als Download zu beziehen unter www.aok-gesunde-unternehmen.de - mit den  AnsprechpartnerInnen der Praxisbeispiele, darunter ALSTA von der AOK Hessen. ALSTA wird in einigen anderen Bundesländern von 17 in ALSTA-Anwendung und Demografie qualifizierten Fachberatern angeboten. Kontaktaufnahme über den AOK-Bundesverband: Patricia Lück – patricia.lueck@bv.aok.de

Schlagwörter:
Gesundheit, Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement, Arbeitsfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit

Autorin:
Annegret Köchling – demowerkzeuge@gfah-do.de

 

 

 

 
 
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letzte Aktualisierung: 24.01.2013 |
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