Checkliste zum Erkennen altersstrukt. Problemlagen

Um was geht es?

Altersstrukturelle Problemlagen in den Betrieben werden häufig von den Alltagserfordernissen und der vorherrschenden Kurzfristorientierung zugedeckt. Die meisten Betriebe verabsäumen es bislang, eine Bestandsaufnahme unter der Perspektive des demografischen Wandels vorzunehmen, ihre demografische Ausgangssituation in Augenschein zu nehmen.
Mit Hilfe der vorliegenden Check-Liste kann diesem Mangel abgeholfen werden. Die Arbeit mit ihr ermöglicht es den Verantwortlichen, einen Überblick über denkbare altersstrukturelle Risiken zu gewinnen und Ansatzpunkte ihrer Bewältigung zu erkennen.

Welchen Nutzen hat der Betrieb?

Mit der Check-Liste haben die Verantwortlichen ein Instrument an der Hand, das ihnen mögliche Probleme anzeigt und grundsätzliche Handlungsmöglichkeiten anreißt. Mit ihr lassen sich gegenwärtige und zukünftige demografische Verwerfungen im Betrieb diagnostizieren und somit Handlungsvoraussetzungen für einen zielführenden Umgang mit den demografischen Herausforderungen schaffen.

Wie wird vorgegangen?

Die Check-Liste greift alle demografierelevanten betrieblichen Handlungsfelder ab. Im einzelnen sind dies Einstellungspolitik, Qualifizierung und lernförderliche Arbeitsorganisation, Personalentwicklung, Personaleinsatz und Gesundheitsförderung, Know-how-Transfer, Arbeitszeitgestaltung und schließlich die Unternehmenskultur. Für jedes Handlungsfeld werden etliche Aussagen aufgelistet, die entweder mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten sind.

Download: Checkliste zum Erkennen altersstruktureller Probleme im Betrieb

Welcher Aufwand ist erforderlich?

Der Aufwand besteht im gezielten Nachdenken über die personalpolitischen Handlungsfelder. Vieles lässt sich sofort beantworten. Bei manchen Fragen wird eine kleine Nachprüfung vor Ort nötig sein.

Was ist besonders zu beachten?

Die Check-Liste kann entweder in „Einzelarbeit“ angewandt werden; sie kann aber auch als Grundlage für betriebliche Workshops Verwendung finden. Sie ist zum einen ein Frühwarnsystem, das den Betrieben Handlungsbedarf signalisiert; sie ist aber gleichermaßen ein Nachschlagwerk über die gesamte demografieorientierte Personalpolitik im Betrieb.

Transferhinweise: Keine Einschränkungen, ist für alle Betriebe – unabhängig von Branche und Größe – geeignet.

Referenzbetriebe: Sick AG

Bezugsquellen: Bertelsmann Stiftung; Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.): Demographiebewusstes Personalmanagement. Strategien und Beispiele für die betriebliche Praxis, Gütersloh 2008, S. 152ff – Preis: 22,00 Euro, Bestellung unter: www.bertelsmann-stiftung.de/Verlag
Reindl, J.; Feller, C.: Morschhäuser, M.; Huber, A.: Für immer jung? Wie Unternehmen des Maschinenbaus dem demographischen Wandel begegnen, Frankfurt 2004, S. 181ff – Preis: 39,90 Euro (für VDMA-Mitgliedsfirmen Preisnachlass von 20%) – VDMA-Verlag-Bezugsadresse: www.vdma-shop.de

Schlagwörter: Personalplanung, Personalstrategie, Früherkennung, Zukunftsstrategie, Lösung

Autor: Josef Reindl – reindl@iso-institut.de

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16. August, 2013